Gekommen, um zu bleiben

Unser erstes Platz da! Bremen-Vernetzungstreffen hat vor allem eins gezeigt: Es gibt noch eine Menge anderer Menschen in dieser Stadt, die sich für die Themen interessieren, die auch uns bewegen: die Verteilung des Raums (vor allem des Parkraums), nachhaltige Mobilität und eine ausgezeichnete Infrastruktur für Rad- und Fußverkehr. Und die genauso Lust haben, mitzumachen bei Aktionen und beim Sammeln von Unterschriften, um eben solchen Zielen näher zu kommen.

Das ist passiert:

Mit einem unbestimmten Gefühl der Vorfreude kamen wir am Sonntagnachmittag des 24. Junis in der Neustädter Klimawerkstadt zusammen. Würden wir ein paar Mitstreiter*innen für unseren Bürgerantrag finden? Dann die Gewissheit: Ja! Es gibt sie, die Unterstützer*innen. 21 an der Zahl, um genau zu sein. Eine schöne Größe, um zusammen bei Kaffee und Kuchen Fragen zu stellen, zu diskutieren und Aktionen zu planen.

Nach dem gegenseitigen Kennenlernen wollten wir erst einmal wissen, wie sich die Teilnehmenden Mobilität in der Stadt genau vorstellen. Die dabei genannten Wünsche reichten von einer ganz allgemein besseren Infrastruktur für Radler*innen und Fußgänger*innen mit mehr Platz für Kinder bis hin zu einer autofreien Innenstadt. Auch konkrete Pläne wie Fahrradfestivals oder die Frage nach den bisher nicht umgesetzten Rad-Premiumroute spielten eine Rolle.

Was war das Ziel des Treffens?

Bei diesem ersten Vernetzungstreffen wollten wir vor allem uns als Platz da! Bremen und unsere Pläne vorstellen – nämlich einen Bürgerantrag mit den folgenden Forderungen zu stellen:

  1. Geltende Parkverbote durchsetzen (durch mehr Kontrollpersonal, häufigere Kontrollen und Abschleppen),
  2. Parken teurer machen, sodass innenstadtnahes Parken im öffentlichen Raum immer Geld kostet und
  3. Überschüssige Einnahmen aus den Parkgebühren in den Fuß und Radverkehr investieren.

Über diese Forderungen haben wir dann konkret diskutiert. Wie diese genau formulieren? Wen dabei einbinden? Wie für den Antrag Aufmerksamkeit erregen? Welche Veranstaltungen nutzen? Und wie weitere Unterstützer*innen gewinnen?

Im weiteren Austausch über die benötigten Unterschriften haben wir festgehalten, dass eine Veranstaltung wie die Europäische Woche der Mobilität oder das Summer Sounds Festival Startschuss zum Sammeln sein kann. Unterschriften sollen dann dort, sowie im privaten Umfeld, in der Innenstadt, auf Märkten und Stadtteilfesten gesammelt werden, aber auch über das Auslegen der Anträge in Fahrradläden, Repair-Cafés oder sozialen Einrichtungen.

Nebenbei muss auch für gute Pressearbeit und spannende Aktionen gesorgt werden, die Aufmerksamkeit erregen: Passend zum Parkraum-Thema natürlich auf Parkplätzen, um zu zeigen, was auf den Flächen sonst noch möglich wäre. Von Tango-Stunden über Workshops und Repair-Aktionen, bis hin zu Cafés und Kulturaktionen wurden viele schöne Ideen gesammelt, die nur noch auf ihre Umsetzung warten.

So geht’s weiter:

Glücklich über die große Menge an Ideen haben wir das Vernetzungstreffen beendet und sind gespannt auf alles Weitere, was kommt! Wir werden hier an dieser Stelle, auf Facebook sowie über unseren Verteiler informieren – und wer Lust hat, dabei zu sein, ist immer willkommen!

Herzlichst, euer
Platz da! Team